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wahrnehmen und begegnen 

 

Geistliche Begleitung  und Beratung



 Seelenanstoß 

Jede Woche ein Gedanke für Sie

 

Der Himmel spielt in dem, was wir denken und fühlen offensichtlich ein große Rolle - jedenfalls verrät das unsere Sprache: Wenn wir etwas erreichen wollen, dann setzen wir Himmel und Hölle in Bewegung. Wenn wir glücklich sind, dann hängt der Himmel voller Geigen. Sicher har jede und jeder von uns im Leben schon Situationen erlebt, wo sie oder er sich gefühlt hat man wie im 7. Himmel. Und nicht zu vergessen das Essen, von dem ich sagen kann: Das schmeckt ja himmlisch. Offensichtlich brauchen wir den Himmel, um hier auf Erden leben zu können. Offensichtlich ist der Himmel eine tiefe Sehnsucht  - mehr oder weniger bewusst. 

Ein bekanntes Lied drückt es so aus: 

Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, blieben darunter verborgen und dann würde, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein. 

Da muss es doch noch etwas geben, über dieses Leben hinaus, wo alles leichter und freier ist, wo ich alles in einem größeren Zusammenhang sehen kann und nicht in so vielen Dingen gefangen bin - so könnte man die Sehnsucht ausdrücken von der hier die Rede ist.

 

Das Fest Christi Himmelfahrt, ist da so eine Art Gegenentwurf. Die Sehnsucht soll uns nicht weggenommen werden. Wir brauchen das Seelenbild vom Himmel, aber nicht als Vertröstung auf etwas das kommt, wenn dieses irdische Jammertal vorbei ist, sondern als Ermutigung und Bestärkung,

In unserem irdischen Leben ist immer auch schon ein Stück von der Ewigkeit Gottes zu finden. Christi Himmelfahrt ist ein Anstoß auf Spurensuche zu gehen, um nicht zu vergessen, dass die Liebe Gottes da ist. Und das können wir ahnen und dürfen es immer wieder auch mal spüren, wenn wir nicht nur in den Himmel schauen, sondern hier leben als Geschöpfe Gottes, als Kinder Gottes. 

 Wenn ich versuche im Vertrauen zu leben, dass ich in Gott geborgen bin, dann ist Vieles möglich. Das Markusevangelium drückt es so aus: Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet. (Markusevangelium 16,16) Da geht es um dieses Vertrauen. Und wenn es weiter heißt: Wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden (Markusevangelium 16,16), dann geht es da nicht um irgendwelche Höllenstrafen, sondern um eine Sehnsucht, die in die falsche Richtung schaut. Immer nur zum Himmel schauen kann heißen, ich bin in der  Angst gefangen, nicht zu genügen; und wenn das so ist, dann bin ich in Gefahr, nicht ständig zu überfordern, immer weiter zu müssen - und das ist wie ein Fluch, wie eine Verdammnis. 

 

Christi Himmelfahrt ermutigt darauf zu vertrauen, dass durch die Auferweckung Jesu, in der sich die Liebe Gottes ganz eindeutig gezeigt hat, das Leben frei ist von allem, was uns Angst machen will und was uns wegbringen will vom Da-sein, vom Standpunkt, den die Botschaft Jesu uns gibt: Verwurzelt zu sein und aufgerichtet, mit beiden Beinen auf der Erde stehend und ausgestreckt zum Himmel hin. 

 Von diesem Standpunkt aus ist Vieles möglich; das Evangelium beschreibt es Bildern. 

Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden. (Markusevangelium 16,17+18) 

Von diesem Standpunkt aus brauche ich nicht ständig an all dem hängen bleiben, was scheinbar unlösbar ist; ich kann von diesem Standpunkt aus, das Gespräch suchen und auch um Hilfe bitten. Ich brauche von diesem Standpunkt aus nicht weglaufen vor den wunden Punkten meines Lebens und muss der Gerüchteküche um mich herum nicht erliegen. Von diesem Standpunkt aus darf ich mithelfen, dass ein Raum der Geborgenheit einsteht, in dem wir uns vertrauen dürfen. 

So lassen sich diese Bilder übersetzen und so gesehen ist das Fest Christi Himmelfahrt ein Fest, das uns ermutigen und frei machen will:

 

Weißt du, wo der Himmel ist,

nicht so hoch da oben, 

sag doch ja, zu dir und mir,

du bist aufgehoben. 

 

Thomas Walter -  10. Mai  2021

 

 

 

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